a) Leistungsfaktoren (Überblick)

Für die Realisierung betrieblicher Funktionen, insbesondere für die Leistungserstellung und -verwertung, werden in jedem Unternehmen, gleich welcher Branche oder Größe, bestimmte Prozessvoraussetzungen benötigt.
Diese Voraussetzungen werden – in der betriebswirtschaftlichen Verallgemeinerung – Leistungsfaktoren bzw. Produktionsfaktoren genannt.

Leistungs- bzw. Produktionsfaktoren sind jene unabdingbar notwendigen Voraussetzungen von Unternehmensprozessen, durch deren Einsatz und durch deren zweckbestimmte Kombination die Herstellung und Verwertung von Gütern sowie die Erfüllung betrieblicher Funktionen bewirkt wird.

Zu diesen Leistungsfaktoren gehören vor allem

  • Arbeitskräfte (Personal, menschliche Arbeitsleistung),
  • Betriebsmittel (Maschinen, Anlagen, Geschäftsausstattung),
  • Werkstoffe (Roh-, Hilfs-, Betriebsstoffe; bezogene Teile; Waren),
  • Dienstleistungen sowie
  • Rechte und Information.

Bei den elementaren Faktoren wird des Weiteren zwischen Repetier- und Potenzialfaktoren unterschieden:

Werden Leistungsfaktoren im Prozess der Leistungserstellung unmittelbar verbraucht oder physikalisch/chemisch umgewandelt, spricht man von Repetierfaktoren. Die entsprechenden Güter (wie Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe) müssen daher immer wieder neu beschafft werden.
Werden Leistungsfaktoren (wie Betriebsmittel) zur Leistungserstellung hingegen mittelbar verbraucht bzw. gebraucht werden, bezeichnet man sie als Potenzialfaktoren.


b) Ressourcen (Überblick)

Die Kennzeichnung von Prozessvoraussetzungen als Leistungsfaktoren führt zur Frage, inwieweit diese Faktoren im praktischen Fall auch tatsächlich verfügbar, beschaffbar oder bezahlbar sind. Diese Fragestellung berührt das sehr wichtige Ressourcen-Problem.

Ressourcen sind die Aufkommensquellen für Leistungsfaktoren. Wichtige Erscheinungsformen sind vor allem :

    • Personal-Ressourcen (Human-Ressourcen) als Ausdruck der Verfügbarkeit über Fach- und Führungskräfte und des damit nutzbaren Potenzials,
    • Betriebsmittel-Ressourcen (verfügbare Kapazitäten),
    • Werkstoffressourcen (Lagerbestände, Beschaffbarkeit),
    • finanzielle Ressourcen, insbes. Cashflow (als Ausdruck der Selbstfinanzierungskraft) und
    • organisatorische und technologische Ressourcen in Gestalt von Informations- und Kommunikationssystemen sowie von Produktentwicklungs-Kapazitäten.

Wichtig:
Im Hinblick auf die Position eines Unternehmens im Wettbewerb auf Zielmärkten ist die Qualität der Ressourcen von größter Bedeutung.
Dies betrifft vor allem die Human-Ressourcen, die technisch-technologischen Ressourcen sowie die finanziellen Ressourcen (Cashflow).