Zu diesem Lernmodul
Der Aufbau einer selbständigen wirtschaftlichen Existenz ist mit großen Chancen, aber auch mit hohen Risiken verbunden. Um den Start in die Selbstständigkeit erfolgreich zu gestalten, bedarf es – außer entsprechenden persönlichen Voraussetzungen – einer umfassenden Information, einer sorgfältigen Planung und fachkundigen Beratung sowie einer wirksamen Unterstützung durch Institutionen (Industrie- und – Handwerkskammer, Kreditinstitute u. a.).
Dass ein Gründer über ein solides Fachwissen zum sachlichen Gegenstand des zu gründenden bzw. bereits gegründeten Unternehmens verfügen muss, ist an sich eine Selbstverständlichkeit. Aber dieses Fachwissen reicht für eine erfolgreiche Führung eines Unternehmens keineswegs aus:
Nur wer als Gründer bzw. als Unternehmenseigner über ein weit gefächertes und gefestigtes k a u f m ä n n i s c h e s Wissen verfügt bzw. sich ein solches Wissen zielgerichtet aneignet, ggf. auch mit „Learning by Doing“, wird – Marktchancen vorausgesetzt – Erfolg mit „seinem“ Unternehmen haben!
Natürlich kann man sich als Nicht-Kaufmann (wie Ingenieur, Naturwissenschaftler oder dgl.) in kaufmännischen Angelegenheiten extern beraten lassen oder das „Kaufmännische“ der eigenen Buchhaltung überlassen. Vieles ist hier möglich. Es gibt hierbei aber – abgesehen von anfallenden Gebühren – immer ein Problem:
Entscheidungen im Geschäftsprozess des Unternehmens muss der Unternehmer s e l b s t treffen. Er trägt auch die damit verbundenen rechtlichen, kostenseitigen und finanziellen Folgen und Risiken! Dabei wird man sich aber – auch in kritischen Fällen – in der Regel „wohler fühlen“, wenn man die kaufmännischen Aspekte und möglichen kaufmännischen Wirkungen der zu treffenden Entscheidung mit „eigenem Wissen“ und „eigener Erfahrung“ bewerten und abschätzen kann.








